Wie setzt sich die Zeugnisnote zusammen?

Wenn die Schulzeugnisse näher kommen, stellen sich viele Schüler und Ihre Familien genau diese Frage rund um die oft entscheidende Zeugnisnote. Leider gibt es hierzu keine einfache Formel, die ein eindeutiges Ergebnis liefert.

Bestandteile der Schulnote: Mündlich, schriftlich und „Sonstiges“

Basis für die Zeugnisnoten sind die gezeigten Leistungen im ersten Halbjahr, bzw. im gesamten Schuljahr. Je nach Unterrichtsfach und Jahrgang werden die einzelnen Bewertungen für

  •  schriftliche
  • mündliche
  • oder sonstige fachspezifische Leistungen

„ in unterschiedlichen Gewichtungen zu einer Gesamtnote pädagogisch sinnvoll zusammengefasst“. Hieraus ergeben sich zwei Fragen: Was sind „sonstige fachspezifische Leistungen“ und was bedeutet „pädagogische Zusammenfassung“ im Hinblick auf die Schulnoten?

Unterschiedliche Kriterien nach Fach und Klasse

Für die einzelnen Fächer und Klassenstufen finden sich im jeweiligen Kerncurriculum neben den geforderten Kernkompetenzen auch Hinweise auf die sonstigen Leistungen, die auf die Zeugnisnoten Einfluss nehmen. Hier finden sich für das Fach Deutsch in der Grundschule zum Beispiel die folgenden Leistungen, die einbezogen werden können:

  • Präsentationen
  • kurze Vorträge
  • szenische Darstellungen
  • verstehendes Zuhören

Für das Fach Englisch am Gymnasium in den Klassen 5 bis 10 werden neben den schriftlichen Leistungsüberprüfungen und der mündlichen Beteiligung zusätzlich die folgenden Aspekte als Einflussfaktoren auf die Notenzusammensetzung genannt:

  • Unterrichtsdokumentationen
  • Anwenden und Ausführen fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen
  • Ergebnisse von Partner- oder Gruppenarbeiten
  • Freie Leistungsvergleiche (z. B. Schülerwettbewerbe)

Jeder Lehrer entscheidet selber über die Notenvergabe!

Die tatsächliche Zusammensetzung der Gewichtungen zu einer Gesamtnote wird von jeder Schule einzeln von der jeweiligen Fachkonferenz einer jeden Schule festgelegt. Auch nach dieser Fachkonferenzentscheidung bleibt es aber dennoch der einzelnen Lehrkraft überlassen, die jeweilige Note unter Berücksichtigung des Arbeits- und Sozialverhaltens für den einzelnen Schüler individuell festzulegen.

Hier fließen dann oftmals auch die Entwicklung der letzten Woche und das schulische Engagement des Schülers ein. Gerade aus diesem Grund gelingt es vielen Schülern noch im Endspurt, ein Mangelhaft im Zeugnis zu vermeiden.

Achtung: Epochalnoten sind versetzungsrelevant! Droht hier eine „Fünf“ im Halbjahreszeugnis, sollten Sie dringend frühzeitig gegensteuern!


Lesen Sie hierzu auch: Epochalfächer und Versetzung gefährdet

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